Peter Murray-Rust zum Marktversagen im wissenschaftlichen Verlagswesen

Nur ein kurzer Hinweis auf ein äußerst lesenswertes Blog-Posting von Peter Murray-Rust mit dem Titel #scholpub should be regulated. PMR befasst sich mit Publikationsgebühren im Gold Open Access und Closed Access, konstatiert ein Marktversagen im Bereich des wissenschaftlichen Publizierens, moniert, dass Wissenschaftsverlage bezüglich ihres Geschäftsmodells den Sprung ins Web verpasst haben und betrachtet die Preise für wissenschafltliche Publikationen (wohlgemerkt im Closed Access und Gold Open Access) als Fantasiepreise, die fast nie in einer Relation zu den Kosten der Publikationen stehen. Mein Dank gebührt Björn Brembs, durch den ich auf das Posting aufmerksam wurde.

… „an untenable situation facing the Harvard Library.“

Der Fakultätsrat der Harvard University beschrieb am 17.04. mit drastischen Worten die Preisentwicklung wissenschaftlicher Zeitschriften und sieht sich einer unhaltbaren Situation ausgesetzt. In einem Memorandum on Journal Pricing bezieht der Rat Stellung zu wissenschaftlichem Publizieren, Wissenschaftsverlagen, Bibliotheken und Open Access. Mehr dazu in meinem kurzen Telepolis-Artikel: Wissenschaftsjournale werden für Uni-Bibliothek zu teuer. Harvard University befürchtet Versorgungsengpässe wegen Journalkosten und ruft Wissenschaftler zur Nutzung von Open-Access-Journalen auf.