Die Open Access Preisfrage

Peter Binfield, Mitgbegründer der Open Access Journal Familie Public Library of Science (PLoS), kündigt mit PeerJ einen Open Access Publikationsservices an, der bei einmaliger Zahlung lebenslanges Publizieren ermöglicht. Der Clou: Die Flatrate ist ab 99 US-Dollar zu haben und sticht damit alle Open Access Journale finanziell aus, die durchschnittliche Artikelgebühr beträgt derzeit ca. 900 US-Dollar. Mehr dazu bei

 

Heinz Pampel: PeerJ: Open-Access-Publizieren für eine Pauschalgebühr von 99 US-Dollar. In: wisspub.net, 09.05.2012

Lambert Heller: Autorengebühren bei Open Access Journals: Ein Wettlauf nach unten. In: TIB/UB log, 11.05.2012

oder in meinem Artikel: Was kostet Open Access für wissenschaftliche Veröffentlichungen? In: Telepolis, 16.02.2012

Peter Murray-Rust zum Marktversagen im wissenschaftlichen Verlagswesen

Nur ein kurzer Hinweis auf ein äußerst lesenswertes Blog-Posting von Peter Murray-Rust mit dem Titel #scholpub should be regulated. PMR befasst sich mit Publikationsgebühren im Gold Open Access und Closed Access, konstatiert ein Marktversagen im Bereich des wissenschaftlichen Publizierens, moniert, dass Wissenschaftsverlage bezüglich ihres Geschäftsmodells den Sprung ins Web verpasst haben und betrachtet die Preise für wissenschafltliche Publikationen (wohlgemerkt im Closed Access und Gold Open Access) als Fantasiepreise, die fast nie in einer Relation zu den Kosten der Publikationen stehen. Mein Dank gebührt Björn Brembs, durch den ich auf das Posting aufmerksam wurde.

… „an untenable situation facing the Harvard Library.“

Der Fakultätsrat der Harvard University beschrieb am 17.04. mit drastischen Worten die Preisentwicklung wissenschaftlicher Zeitschriften und sieht sich einer unhaltbaren Situation ausgesetzt. In einem Memorandum on Journal Pricing bezieht der Rat Stellung zu wissenschaftlichem Publizieren, Wissenschaftsverlagen, Bibliotheken und Open Access. Mehr dazu in meinem kurzen Telepolis-Artikel: Wissenschaftsjournale werden für Uni-Bibliothek zu teuer. Harvard University befürchtet Versorgungsengpässe wegen Journalkosten und ruft Wissenschaftler zur Nutzung von Open-Access-Journalen auf.